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Sicherheit

Darauf sollten Sie achten: Sicherheit

Ein Kleinkind besitzt kein Gefahrenbewusstsein. Vorrausschauendes Handeln existiert noch nicht und Ihr Kind ist somit Gefahren im Haushalt und auch unterwegs ausgesetzt. Im folgenden Abschnitt erklären wir Ihnen, wie Sie Ihr Kind am besten vor Gefahrenquellen schützen und ein eigenständiges Gefahrenbewusstsein beibringen können.

Gefahrenquelle Auto

Früher oder später wollen Sie Ihr Baby im Auto mitnehmen, sei es zum Einkaufen oder um die Verwandtschaft zu besuchen. Doch wie kann man den Säugling sicher transportieren? Legen sie das Kind niemals in einer Tragetasche auf den Beifahrer- oder Rücksitz. Das hier am besten geeignete Transportmittel ist eine Babyschale für das Auto bzw. ein Kindersitz für Kleinkinder. Dabei sollten Sie darauf achten, dass die Ware TÜV-geprüft ist und eine ECE-Norm besitzt. Schnallen Sie das Kind immer gut an und überprüfen Sie den Sitz des Gurtes bzw. der Babyschale, damit Ihr Baby nicht herausfällt. Der Gurt beim Kindersitz muss so angelegt werden, dass der Gurt nicht in die Haut einschneidet!

Gefahrenquelle Garten

Besitzen Sie einen Garten, so müssen Sie besonders gut auf Ihr Kind aufpassen. Kleinkinder bis zu drei Jahren stecken liebend gern alles in den Mund, was ihnen in die Finger gerät. Deshalb sollten Sie unbedingt kontrollieren, ob giftige Pflanzen im Garten wachsen. Diese sollten entfernt werden, da eine Vergiftung mit z.B. giftigen Beeren lebensbedrohlich für das Kind sein kann.
Für alle Teichliebhaber unter Ihnen gilt: Sichern Sie den Teich sehr gut ab! Ihr Kind könnte hineinfallen und ertrinken. Bleiben Sie immer in der Nähe - ein Kleinkind probiert alles aus und ist neugierig.
Spitze Gartenzäune (Jägerzaun) sind ein Verletzungsrisiko. Passen Sie auf, dass Ihr Liebling nicht hinüber steigen möchte und sich daran verletzt.

Gefahrenquelle Haustiere

Falls Sie Besitzer eines Haustiers sind, so ist Vorsicht geboten, wenn ein neues Familienmitglied hinzukommt. Lassen Sie Ihr Baby nie alleine mit Haustieren, die aufgrund ihrer Größe oder möglichen Handlungen ein Risiko darstellen. Schließlich ist nicht sicher, wie das Tier auf das neue Baby reagiert. Im laufe der Zeit können Sie Ihrem Kind beibringen, wie es z.B mit dem Hund, der Katze etc. umgehen muss, was es machen darf und was nicht. So können Unfälle vermieden werden.

Gefahrenquelle Haushalt

Küche
Die Küche ist ein El Dorado für Kleinkinder. Hier gibt es viel zu entdecken. Schubladen, die man öffnen kann, z.B. der Herd, und vieles mehr. Doch genau hier lauern die meisten Gefahren! Putzmittel und andere chemische Stoffe sollten weggeschlossen werden, so dass Kleinkinder keinen Zugriff darauf haben. Die bunten Flaschen verlocken zum Spielen und Trinken der Flüssigkeiten. Damit ist nicht zu Spaßen! Schubladen und Schranktüren sind deshalb mit Stoppern und Sperren zu versehen. Scharfe Gegenstände wie Messer und Scheren müssen unbedingt nach dem Gebrauch außer Reichweite der Kinder aufbewahrt werden. Ein weiteres Sicherheitsrisiko bildet der Herd. Die heiße Herdplatte fasziniert die Kleinen und liebend gern verbrennen sie sich daran die Hände. Das muss nicht sein - ein Herdschutzgitter verweigert dem Kind den Griff auf die heiße Platte. Gleiches gilt für den Backofen. Auch ihn kann man mit einem Stopper unzugänglich machen. Lose Gegenstände, Töpfe und heiße Wasserkocher immer vom Rand der Arbeitsplatte wegrücken, damit Ihr Kind nicht danach greift und alles hinunterfällt.
Für Säuglinge stellt auch die Mikrowelle eine Gefahr dar, da die Milchflaschen darin erhitzt werden. Das Fläschchen wirkt von außen lauwarm, aber die Wärmeverteilung im Inneren ist ungleichmäßig. Es besteht die Gefahr von Verbrennungen. Sie sollten die Temperatur des Fläschchens immer vor dem Füttern prüfen.

Treppen, Fenster, Türen
Sobald Ihr Baby anfängt zu krabbeln und zu laufen, also insgesamt einen hohen Bewegungsradius hat, sollten Sie Sicherheitslücken wie z.B. die Treppe absichern. Sogenannte Treppengitter eignen sich bestens dafür. Türen sollten Sie stets geschlossen halten, damit das Kind nicht im Haus umherwandert und Sie es nicht beaufsichtigen können. Äußerste Vorsicht ist auch bei Fenstern und Balkonen geboten. Neugierig und aktiv wie die Kleinen nunmal sind, könnten sie sich am Geländer hochziehen und vom Balkon stürzen. Für offene Fenster gilt das gleiche. Das Hinabstürzen und Hinunterfallen ist eine häufige Todesursache für Klein- und Kleinstkinder.

Bett
Auch wenn man es nicht für möglich halten mag, so ist das Kinderbett eine Gefahrenzone, wenn nicht die richtigen Maßnahmen getroffen werden. Lassen Sie große Kissen und Decken ganz weg. Im Schlaf drehen sich die Kleinkinder und könnten sich in der Decke verhäddern und gegebenenfalls darin ersticken. Bei Gitterbetten gilt außerdem, dass der Abstand der Gitterstäbe möglichst eng (höchstens 10cm Abstand) gehalten wird, um dem Einklemmen von Kopf und Gliedmaßen vorzubeugen. Baby-Mobiles sollten nach dem fünften Monat vom Bett des Babys entfernt werden, da es danach greifen könnte, sich darin verfängt und evtl. sogar selbst stranguliert. Gleiches gilt im Übrigen auch für Gardinen und Kordeln, die sich in Griffnähe des Kindes befinden.
Bedenken Sie auch, dass sich Kleinkinder während des Schlafens stark bewegen können und somit die Gefahr besteht, dass es hinausfällt. Eigentlich kann jedes Elternpaar von einem Fall berichten in dem ihr Kind aus dem Bett gefallen ist. In seltenen Fällen resultieren daraus Folgeschäden. Achten Sie also stets darauf, dass Sie eine Sperre errichten, die für das Kind während des Schlafs nicht überwindbar ist.
Derzeit ist es stark in Mode, dass Kinder nach dem zweiten Geburtstag ein "Stockbett" bzw. "Etagenbett" erhalten. Hier besteht die Gefahr, dass das Kind schlichtweg rausfällt - eher weniger während des Schlafs, sondern vielmehr beim Spielen tagsüber.

Wickeltisch
Sie sollten beim Kauf eines Wickeltisches darauf achten, dass er keine scharfen Kante und Ecken hat. Außerdem sollte er links und rechts eine Erhöhunh haben, die das Kind grundsätzlich in der Mitte hält und ein seitliches Herunterfallen vermeidet.
Generell gilt: Immer eine Hand am Baby!

Spielzeug
Achten Sie beim Kauf auf die heutigen Sicherheitsanforderungen für Spielzeuge (TÜV-/GS-Prüfzeichen). Schadstoffbelastetes Spielzeug hat nichts im Kinderzimmer zu suchen! Am besten geeignet sind natürliche unbehandelte Materialien wie z.B. Holz. Das Spielzeug sollte dem Alter angemessen sein und keine herausstehenden Spitzen oder lose Einzelteile haben. Kleine Teile können vom Kind verschluckt werden. Es besteht Erstickungsgefahr! Prinzipiell sollten sie das Spielzeug regelmäßig auf Schäden hin kontrollieren und reinigen, da es auch in den Mund genommen wird.

Elekronische Geräte, Kabel und Strom
Steckdosen sind ein gefundenes Fressen für die Kleinen: Sie liegen auf Augenhöhe und man kann seine Finger hineinstecken... Das kann ein böses Ende nehmen! Doch es gibt eine einfache Lösung für das Problem: Eine Kindersicherung mit einer Kindersicherung, den die Kleinen nicht knacken können. Versehen Sie alle zugänglichen Steckdosen damit. Die Gefahr, die von Geräten und Kabeln ausgeht, können Sie auch mit kleinen Handgriffen aus dem Weg räumen. Stellen Sie Geräte wie Laptops und Co. nach der Benutzuing aus der Reichweite Ihres Schützlings. Die Kabel sollten immer mitaufgeräumt werden, denn es besteht Strangulationsgefahr.

Badewanne
Bevor das Baby gebadet wird, müssen Sie unbedingt vorher die Wassertemperatur überprüfen, damit sich Ihr Kind nicht am zu heißen Wasser verbrüht. Sitzt das Kind erst in der Wanne, sollten Sie dort bleiben und aufpassen. Einmal nicht aufgepasst und schon liegt das Kind mit dem Kopf unter Wasser und kann ersticken. Also, bleiben Sie im Zimmer, legen Sie sich dort vorher alles zurecht, so dass Sie nicht in anderen Zimmern Strampler und Co. zusammensuchen müssen, während das Kind badet. Das "Ertrinken" stellt für Kleinkinder eine große Todesgefahr dar.





Gefahrenquelle Sonneneinstrahlung

Ohne Schuzt führt zu langes Sonnenbaden zu Hitzeschlägen, einem Sonnenstich, einem Sonnenbrand oder gar schlimmstenfalls zu gesundheitlichen Beeinträchtigungen, die erst in vielen Jahren zu spüren sind. Schützen Sie Ihr Baby ausreichend mit passender Kleidung und Mützen davor und cremen Sie Ihr Kind stets sorgfältig mit Sonnencreme ein. Auf keinen Fall darf das Kind im Sommer im geschlossenen Auto zurückgelassen werden!

Wie Sie sehen, können viele Gefahren präventiv beseitigt werden. Als Eltern muss man die Augen offen halten, aber Sie brauchen nicht überängstlich sein. Mit der richtigen Erziehung können Sie Ihrem Kind dabei helfen ein eigenes Gefahrenbewusstsein zu entwickeln. Lassen Sie Ihr Kind gewähren und eigene Erfahrungen sammeln. Bevor es sich jedoch verletzt, sollten sie selbstverständlich eingreifen und gegebenenfalls Verbote einführen. Indem Sie dem Kind die Gefahren erklären und bewusstmachen, fördern sie sein Verständnis für Gefahr im Allgemeinen. Kinder, die ein aktives Leben mit viel Bewegung vorgelebt bekommen, können besser laufen und verletzten sich weniger. Im Übergang zum dritten Lebensjahr entwickeln die Kleinen ein Ich-Bewusstsein und halten Regeln besser ein, was auch ein Grund dafür ist, dass sie Gefahren aus dem Weg gehen werden.