Schlafen lernen

Rituale und geregelte Abläufe führen zum Erfolg

Baby-schlafen-lernenSollte Ihr Kind nicht geregelt schlafen, so kann dies mehrere Gründe haben. Grundsätzlich haben Kinder ein inniges Schlafbedürfnis, welchem sie nachkommen möchten. Oftmals sind äußere Faktoren dafür verantwortlich, dass die Schlafenszeiten Ihres Kindes zu einer Herausforderung für Sie wird und es nicht schläft.

Wieso schläft mein Kind so unregelmäßig?

Die Redensart “Der Mensch ist ein Gewohnheitstier“ hört sich zwar in Bezug auf das Schlafverhalten unseres Kindes etwas harsch an, trifft jedoch in den meisten Fällen zu. Geregelte und wiederkehrende Abläufe helfen Kinder dabei sich zu orientieren und sich auf Gegebenheiten einzulassen. So auch beim Schlaf.

Jedes Kind hat sein persönliches Verlangen nach Schlaf. Einige Kinder schlafen länger als andere, doch Schlaf benötigen sie alle. Kleinkinder benötigen im Durchschnitt 12 bis 13 Stunden Schlaf, Kinder im Kinderkrippen- oder Kindergartenalter eher 11 Stunden. Diese Durchschnittswerte variieren natürlich von Kind zu Kind, bis hin zu zwei Stunden zu diesen Durchschnittswerten.

Der Zeit-Anker für Ihr Kind

Kind-schlafen-lernenGeben Sie Ihrem Kind einen “Zeit-Anker“, an dem es sich orientieren kann. Dieser Zeit-Anker sollte anfangs die Zeit sein, wenn es zu Bett geht. Achten Sie jedoch darauf, dass Sie selbst diese Zeit durchgängig einhalten können. Nehmen Sie beispielsweise 19 Uhr, an dem Ihr Kind stets zu Bett geht. Richten Sie nicht nur den Abend darauf aus, sondern bereits den Tag. Essen Sie zu Abend ausreichend im Voraus, denn mit vollem Magen schläft es sich nicht gut. Fangen Sie die Bett-Geh-Schleife rechtzeitig an, damit das Kind auch wirklich um 19 Uhr fertig zum ins Bett gehen ist. Nur wenn Sie diesen Zeit-Anker immer wieder einhalten, wird sich Ihr Kind daran gewöhnen und akzeptieren. Sollten Sie Ihr Kind mal um 18 Uhr und dann wieder um 20 Uhr zu Bett bringen, so kann es sich an eine feste Zeit nicht gewöhnen.

Einhergehend mit diesem Zeit-Anker ist natürlich auch, dass Sie die Aufstehzeit auf diesen Zeit-Anker ausrichten. Sollten Sie die abendliche Bett-Geh-Zeit auf 19 Uhr bestimmt haben, so können Sie Ihr Kind nicht bis 10 Uhr schlafen lassen. Orientieren Sie die Aufstehzeit an das Schlafbedürfnis Ihres Kindes. Berücksichtigen Sie dabei jedoch, dass diese Umstellung nicht von heute auf morgen funktioniert, sondern durchaus auch mehrere Wochen in Anspruch nehmen kann.

Etablieren Sie Rituale

Kinder können in jungen Jahren noch nicht die Uhr lesen. Daher können sie sich nicht an der Uhrzeit orientieren, wann es Zeit ist zu Bett zu gehen. Oftmals sind die Rahmenbedingungen bzw. Aktivitäten auch nicht so gestaltet, dass Ihr Kind seine Müdigkeit verspürt und das Verlangen nach dem Bett unterdrückt wird. Daher sind wiederkehrende Rituale wichtig, damit Ihr Kind ein Rahmen hat, an dem es sich orientieren kann.

Folgende Rituale haben sich bewährt:

  • Brauen Sie einen “Schlaf-Trunk“: Hier können Sie beispielsweise eine Tasse warme Milch oder warmen Tee kurz nach dem Abendbrot anbieten. Dies hat den Vorteil, dass Ihr Kind erkennt, dass die Bettgeh-Phase beginnt. Außerdem nimmt Ihr Kind nochmals etwas Flüssigkeit auf, so dass dieses häufige Verlangen Ihres Kindes nicht dann aufkommt, wenn es gerade zu Bett gegangen ist. Achten Sie darauf, dass es sich stets um Getränke handelt, die nicht die Zähne schädigen (ohne Zucker, etc.) und dass Ihr Kind vor dem Schlafengehen nochmals auf Toilette geht, selbst wenn es in dem Moment meint nicht zu müssen (oft war es dennoch nötig).

  • Machen Sie zusammen mit Ihrem Kind das Zimmer fertig zum Schlafengehen. Räumen Sie die letzten Sachen weg und sorgen dafür, dass ausreichend frische Luft vorhanden ist, eine angemessene Wärme herrscht und ein Wohlfühl-Ambiente aufkommt. Mit Wohlfühl-Ambiente ist gemeint, dass nicht das Hauptlicht brennt, sondern eher eine kleine – nicht so helle – Lampe Helligkeit bietet. Außerdem sollte das Bett frei von Spielsachen und Kleidungsstücken sein. Binden Sie Ihr Kind in diese Tätigkeiten mit ein, damit es aktiv daran teilnimmt, wenn das Zimmer fertig zum Schlafen gemacht wird.

  • Lesen Sie Ihrem Kind eine Geschichte vor. Nutzen Sie die Möglichkeit, damit Ihr Kind zu Ruhe kommt. Kinder lieben es, wenn ihnen Geschichten erzählt oder vorgelesen werden. Sie werden vom Zuhören ruhig. Die Müdigkeit kommt dann oftmals wie von selbst.

  • Empfehlung: Vermeiden Sie Fernsehen! Fernsehbilder halten aufgrund des schnelles Wechsels der Bildhelligkeit Kinder eher wach, als dass es sie müde macht. Sollten Sie beispielsweise doch das Fernsehgucken am Abend favorisieren, um beispielsweise das Sandmännchen zu schauen, so achten Sie dann aber darauf, dass mit Ende der Sendung auch das Fernsehschauen endet und dann zu Bett gegangen wird. Tipp: Lesen Sie dann trotzdem noch eine Geschichte vor. So kommt Ihr Kind im eigenen Bett zur Ruhe.

 

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