Stillen als Verhütung

stillen verhuetungWährend der Stillzeit ist die Empfängnis erschwert, da das Stillhormon Prolaktin die Hormone hemmt, die für den Eisprung verantwortlich sind. Das hat die Natur so eingerichtet, denn Ihr Körper braucht etwas Zeit, um sich von Schwangerschaft und Geburt zu erholen. Jedoch sollten Sie immer zusätzliche Verhütungsmittel verwenden und sich nicht auf das Stillen als Verhütung verlassen.1

Stillen als Verhütung: Checkliste

Beim Stillen als Verhütung spricht man von der Laktations-Amenorrhoe-Methode (LAM). Damit diese Verhütungsmethode mit 98-prozentiger Sicherheit wirken kann, müssen alle der folgenden Punkte erfüllt sein:

  •     Ihr Baby ist noch keine sechs Monate alt.
  •     Sie stillen Ihr Baby ausschließlich, d.h. Sie füttern kein Wasser, keinen Tee und keine feste Nahrung zu.
  •     Ihr Baby bekommt weder die Flasche noch einen Schnuller.
  •     Sie stillen Ihr Baby sowohl tagsüber als auch nachts häufig und regelmäßig.
  •     Zwischen den einzelnen Stillmahlzeiten dürfen höchstens vier Stunden vergehen, allerdings dürfen Sie innerhalb von 24 Stunden eine Pause von sechs Stunden machen.
  •     Sie stillen innerhalb von 24 Stunden mindestens 90 bis 120 Minuten, oft jedoch viel mehr.
  •     Sie haben ab dem 56. Tag nach der Geburt noch keine Regelblutung.2

Ein kleiner Hinweis: Bis zur achten Woche nach der Geburt gelten Blutungen als Wochenfluss und nicht als Regelblutung3.

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(1) Laue, Birgit: 1000 Fragen an die Hebamme, 1. Aufl., München 2008, S. 299 f
(2)  (3) Guóth-Gumberger, Márta; Hormann, Elizabeth: Stillen, 3. Aufl., München 2010, S. 83

 

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